Sachsenlauf

Streckenrekord und Seriensieger

Es bleibt dabei: Wenn Juliane Meyer und Marc Schulze beim Sachsenlauf an den Start gehen, hat die Konkurrenz keine Chance. Und die Streckenrekorde wackeln. So auch bei der 39. Auflage am vergangenen Sonntag. Bei bestem Laufwetter und einer durch die Organisatoren des TuS Coswig hervorragend präparierten Strecke machten die beiden bei den Hauptläufen über 29,8 Kilometer kurzen Prozess.

Die Leipzigerin Juliane Meyer pulverisierte ihre erst vor einem Jahr aufgestellte Streckenbestzeit von 2:00:10 Stunden um mehr als eine Minute und blieb als erste Frau in 1:58:55 Stunden unter der 2-Stunden-Grenze. Mit dieser Zeit wäre sie im Männer-Rennen Fünfte geworden. Dort war zum sechsten Mal in Serie der Dresdner Marc Schulze erfolgreich. 1:47:53 Stunden bedeuteten mehr als sechs Minuten Vorsprung vor Maik Bock aus Oelsnitz. Seinen eigenen Streckenrekord aus dem Jahr 2015 von 1:43:09 Stunden verfehlte der 33-Jährige aber deutlich.

Juliane Meyer, im April zum dritten Mal Siegerin des Leipzig-Marathons, hatte nur eine Kontrahentin: sich selbst. Ohne Uhr an den Start gegangen, musste sie ausschließlich auf ihr Tempogefühl vertrauen. „Vielleicht war ich deshalb eine Minute schneller, weil ich nicht immer auf die Uhr sehen konnte“, sagte die 29-Jährige vom SC DHfK Leipzig im Scherz. Seit 2014 hält sie auch den Rekord auf der 11,8 Kilometer-Strecke des Sachsenlaufes, den diesmal ihre Partnerin Sandra Boitz für sich entschied. Auch Marc Schulze war mit sich und seinem Lauf äußerst zufrieden. „Der Sachsenlauf ist immer wieder ein Erlebnis und eine Herausforderung. Es macht einfach Spaß, hier zu laufen“, sagte der Sieger des Oberelbe-Marathons vom 29. April.

     

Die 11,8-Kilometer-Distanz wurde zu einer Angelegenheit des Dresdners Tim Koritz. Bei der Damenkonkurrenz siegte Sandra Boitz vom SC DHfK Leipzig.

755 Teilnehmer, die neben den Hauptläufen über 29,8 und 11,8 auch die 5 und 1,6 Kilometer in Angriff nahmen oder beim Bambini-Lauf, im Nordic Walking oder Wandern starteten, waren im Rahmen des Erwarteten. Der jüngste Starter war vier Monate alt, die älteste Teilnehmerin – jeweils beim Wandern – 93 Jahre. Zum 39. Mal und damit bei allen Sachsenlauf-Auflagen stellte sich der Weinböhlaer Jürgen Winter dem Starter. Eine besondere Leistung vollbrachte die Dresdnerin Mandy Schubert im 5-Kilometer-Lauf. Um einem mehrfach gestürzten und verletzten Läufer zu helfen, verzichtete sie auf ihr eigenes Ergebnis.

     

Dem Aufruf zum Bambinilauf sind 63 Kinder gefolgt. Die Wertung der meisten Teilnehmer einer Kindertagesstätte haben die Spitzgrundspatzen und Sonnenkäfer Coswig mit jeweils fünf Startern gewonnen.

Organisationschef Jürgen Schildt, der selbst die 5 Kilometer lief, resümierte: „Es war ideales Wetter für Läufer, besser geht es nicht. Aber für die Gäste war es leider nicht so günstig.“ Und dank des Einsatzes von Daniel von Sachsen waren alle Wege frei.

Zudem geht der Dank für die Unterstützung an alle Sponsoren, Förderer, Helfer und Enthusiasten, die erneut für eine sehr erfolgreiche Veranstaltung gesorgt haben.

Orgteam Sachsenlauf


Sein Läuferleben begann mit dem Sachsenlauf. Wann beginnt Deins?

Jürgen Winter kann sich ein Leben ohne Laufen nicht vorstellen. Alles begann 1980 mit dem ersten Sachsenlauf. „Mir hatte der Sachsenlauf so gefallen, dass ich mit Kollegen weiter richtig trainiert habe“, erzählt der Weinböhlaer rückblickend. Seitdem hat er keinen einzigen verpasst. Selbst vor neun Jahren war er verrückt genug, trotz einer Knie-OP vier Wochen zuvor, an den Start zu gehen. „Ich musste mitmachen. Mein Laufleben hatte dort begonnen. Ich bin aber nur die fünf Kilometer gelaufen und auch ganz langsam.“

Und was treibt den 69-Jährigen an? „Ich mache etwas für meine Gesundheit, bewege mich in der Natur.“ Und ein wenig ehrgeizig ist der ehemalige Sport- und Mathematiklehrer auch. „Manchmal schlägt aber auch der Schweinehund zu“, verrät er. Deshalb hat er sich für jeden Monat 100 Kilometer als Ziel gesetzt. „Das versuche ich dann immer zu schaffen.“ Seit Jürgen Winter vor fast 40 Jahren mit dem Laufen begann, schreibt er all seine Kilometer auf. Und so hat er im vorigen Jahr mit 44000 die Erde schon einmal umrundet.

Der nächste, 39. Sachsenlauf, findet am 24. Juni mit vier Laufstrecken statt. Darunter eine 1,6-Kilometer-Strecke für Schüler. Und auch die ganz Kleinen können sich beim Bambini-Kurs unter Beweis stellen. Und vielleicht beginnt ja dann auch Dein Läuferleben!


38. Coswiger Sachsenlauf mit Streckenrekorden

Juliane Meyer/ BMW – SC DHFK Leipzig hat es wieder geschafft!

Nach Ihrem 2014er Rekordlauf über die Mitteldistanz hat Juliane in sensationellen 2:00 Stunden die 29,8 km lange Königsstrecke bezwungen und hält vor Vereinskameradin Sandra Boitz nun auch hier den Streckenrekord.
Die Lokalmatadoren John Heiland und Peter Lehman schenkten sich über 11,8 km nichts, am Ende hatte John mit neuem Streckenrekord die Nase vorn!

Bei angenehmen sommerlichen Wetter fanden über 750 kleine und große Läufer, Wanderer und Walker den Weg zum Coswiger Sachsenlauf.
Die Spitzgrundschule hatte sich wieder in ein buntes Start / Zielterrain verwandelt mit Ausstellungs-und Infoständen, Kuchenbasar, Eis- Getränke-und Imbissversorgung, die Jüngsten konnten in der Hüpfburg oder dem Kletterplatz toben oder sich beim Feuerlöschen üben.

Die Wanderer hatten sich standesgemäß bereits vor den Walkern – früh auf den Weg in den Friedewald begeben, ehe pünktlich 9:00 Uhr der erste offizielle Startschuß für die Nordic Walker fiel.
Sven Eichler absolvierte die anstrengende 12 km Runde mit perfektem Stockeinsatz in 1:25 Std. ! Unter großem Beifall und mit Begeisterung sausten die Bambinis über Ihre knapp 500 m Wendestrecke, VVO Maskottchen Mobilius hatte hier keine Chance, nicht mal ein Platz im Mittelfeld war drin!

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Coswig waren mit schwerer Technik angerückt und präsentierten sich in Vorbereitung Ihres 125 jährigen Jubiläums sehr eindrucksvoll. Männer und Frauen gingen z.T. mit schwerer Atemschutztechnik über 5 km und 11,8 km Laufstrecken und wurden mit Riesenbeifall im Ziel empfangen.

Dank der Unterstützung zahlreicher Sponsoren konnten Sieger und Platzierte würdig geehrt werden und ein gelungener Wettkampf im Lichtenauer Sachsencup sowie dem Meissner Sparkassencup gewertet werden.

Das Organisationsteam sagt großen Dank an alle Förderer und Sponsoren, Helfer und Enthusiasten, die erneut für eine sehr erfolgreiche Veranstaltung gesorgt haben.

Orgteam Sachsenlauf